Der Restabfallbehälter
Wenn man sich einmal überlegt, für welche Abfälle es bereits getrennte Entsorgungswege gibt, fragt man sich, wofür denn überhaupt noch der Restabfallbehälter benötigt wird. Scheinbar bleibt nichts mehr übrig, was hier hineingehört. Doch der Schein trügt. Eine Menge Abfälle bleiben, die sich nicht einer der vorgenannten Entsorgungsmöglichkeiten zuordnen lassen.
So z.B. sämtliche Gebrauchsgegenstände aus Kunststoff und Gummi, wie Plastikschüsseln, Haushaltshandschuhe, Einkochgummis, Fahrradreifen, Abdeckplanen, Kinderspielzeuge und Einwegfeuerzeuge. Aber auch Gefrierbeutel, Back- und Butterbrotpapier, Kohlepapier, Wischtücher und Schwämme, Fensterglas, Glühbirnen, Zigarettenkippen, Straßenkehricht und Hygieneartikel, wie Windeln, Papiertaschentücher, Einwegrasierer, Zahnbürsten, Hunde- und Katzenkot und nicht kompostierbares Katzenstreu gehören weiterhin in den Restabfallbehälter. Außerdem gehören auch Blumentöpfe, Ofenasche, Servietten, Kerzenreste, Porzellan, Staubsaugerbeutel, Regenschirme, Kosmetika und Arzneimittel, Filzstifte und Kugelschreiber, Kassetten, Disketten, Patronen, Teppich- und Tapetenreste, Pinsel, Glas- und Mineralwolle und behandeltes Holz zum Restabfall.
Es bleibt also noch eine Menge übrig für den Restabfallbehälter.
Die Leerung des gebührenpflichtigen Restabfallbehälters erfolgt vierzehntäglich, zusammen mit der Sammlung der Gelben Säcke. Die genauen Termine entnehmen Sie bitte dem Abfallkalender.
Sollte einmal aufgrund besonderer Umstände, z.B. einer großen Feier, der Restabfallbehälter nicht ausreichen, können Sie im Haus der Geschenke -Ralf Piepenbreier-, Bahnhofstraße 24, in Bad Sassendorf zusätzliche Restabfallsäcke mit 130 Liter Volumen erwerben. Diese stellen Sie dann bitte am Abfuhrtag neben den Restabfallbehälter. Doch es gibt auch Abfälle, für die Sie keinen Entsorgungsweg finden, die aber trotzdem nicht in den Restabfall müssen. Denn neben den hier beschriebenen Entsorgungsmöglichkeiten bieten auch karitative Verbände und Vereine Möglichkeiten der Entsorgung für bestimmte Abfälle. Textilien und Schuhe werden oft auch auf diesem Weg entsorgt. Entweder finden Sammelaktionen der Vereine und Verbände statt, oder Sie können diese Abfälle in spezielle Container werfen bzw. in der jeweiligen Geschäftsstelle abgeben. Bitte beachten Sie auch diese Möglichkeiten der Abfallentsorgung, denn Abfälle sinnvoll wiederzuverwerten, statt zu deponieren, ist sicher die bessere Lösung.
Tips zur Abfallvermeidung
Nachdem wir Sie nun hoffentlich ausreichend mit Informationen zur Abfallentsorgung versorgt haben, möchten wir Ihnen noch ein paar Tips zur Abfallvermeidung geben, zum Beispiel zum
Verpackungsarmen Einkauf:
Ein Großteil des Abfalls, der in einem Haushalt anfällt, stammt aus dem Bereich der Verpackungen, insbesondere Verpackungen für Lebensmittel. Hier läßt sich allerdings vieles vermeiden, was heute im Gelben Sack landet.
Zunächst sollte man darauf achten, daß man beim Einkaufen immer genügend Tragebeutel aus Leinen oder Einkaufskörbe bei sich hat, um auf Plastiktüten verzichten zu können.
Beim Einkauf selbst sollte man frisches Obst und Gemüse der Saison aus der heimischen Region bevorzugen.
Außerdem sollte man Getränke in Mehrwegflaschen denen in Einwegflaschen oder Kartons vorziehen.
Dosen als Getränkeverpackung sollte man gänzlich meiden, da für ihre Herstellung ein vielfaches an Energie und Rohstoffen gegenüber der Mehrweg-Glasflasche aufgebracht werden muß.
Auch auf Obst und Gemüse aus Dosen kann man verzichten. Wie wäre es z.B. mal mit selbst eingemachten Produkten, die man sich zuvor auf dem Wochenmarkt oder beim Bauern besorgt hat.
Selber einfrieren ist ebenfalls besser als Tiefkühlkost aus der Ladentheke.
So läßt sich schon einiges an Verpackungsabfällen einsparen.
Achten Sie zudem darauf, daß Sie Transport- und Umverpackungen im Laden lassen, also den Karton und das Styropor vom neuen Fernseher oder die Pappschachtel und Folie von den Pralinen und dergleichen. Der Händler ist gesetzlich zur Rücknahme dieser Verpackungen verpflichtet.
Umweltfreundlichen Schuleinkauf:
Auch beim Einkauf für die Schule läßt sich einiges an Abfall einsparen. So sollte man auf die mit vielen Stiften gefüllten Kunststoffetuis verzichten, denn beides, Etui und Stifte, belasten in der Regel schon bald den Müllberg, da sie nicht lange halten und nur schlecht oder gar nicht wiederzuverwerten sind. Bevorzugen Sie Lederetuis oder Holzkästchen, deren Füllung Sie selbst kaufen. Achten Sie dabei auf Bunt- und Bleistifte aus unlackiertem Holz, die möglichst schwermetallarm oder frei sind. Kaufen Sie Füller nur mit Tintenfäßchen und Konverter zum wiederbefüllen und verzichten Sie auf Filzstifte, vor allem auf die lösemittelhaltigen, und auf Kugelschreiber. Radiergummis aus Naturkautschuk erfüllen den gleichen Zweck wie Weich-PVC-Radierer.
In der Regel genügt auch ein einfacher Anspitzer ohne Kunststoffhülle, und ein Lineal aus Holz hält im allgemeinen länger als eins aus Kunststoff.
Auf Tintenkiller sollten Sie ersatzlos verzichten, auch wenn diese auf Wasserbasis arbeiten. Schreibfehler kann man auch einfach durchstreichen.
Wachsmalstifte gibt es auch ohne Kunststoffhülle. Sie sollten mit Lebensmittelfarbe hergestellt sein und grundsätzlich nicht in den Mund genommen werden. Achten Sie darauf.
Papier und Schreibhefte sollten selbstverständlich aus 100 % Altpapier bestehen. Damit spart man nicht nur Abfall, sondern auch eine Menge Energie ein und schließt den Altpapierkreislauf.
Hefter und Ordner gibt es ebenfalls aus 100 % Altpapier. Sie sollten denen aus Kunststoff vorgezogen werden.
Klebstoffe sollten selbstverständlich auf Wasserbasis ohne Lösemittel arbeiten. Sie sollten trotzdem nur sparsam eingesetzt werden. Wenn doch einmal was daneben geht, lassen sie sich zudem einfach auswaschen. Achten Sie hier genau wie beim Recyclingpapier auf den blauen Umweltengel. Er ist ein sicherer Hinweis für umweltfreundliche Produkte.
Beim Schulfrühstück sollte man darauf achten, daß es nicht nur ausgewogen sein soll, sondern daß es auch umweltfreundlich verpackt ist. Alufolie ist da sicher nicht die richtige Lösung. Besser ist eine Butterbrotsdose aus Weißblech oder Kunststoff, die zwar auch irgendwann zu Abfall wird, aber dafür eine Menge unnötiger Abfälle vermeidet. Wer sein Brot einfach verpackt mitnehmen möchte, sollte auf unbeschichtete und nicht gewachste Papiertüten zurückgreifen.
Für Getränke eignen sich wiederverwertbare Flaschen aller Art. Für Glasflaschen gibt es zudem eine stabile Schutzhülle. Diese bekommt man oft günstiger, wenn die Schule eine Sammelbestellung durchführt. Sprechen Sie doch einfach mal den Klassenlehrer darauf an.
Zu diesen und weiteren Themen erhalten Sie bei dem Abfallwirtschaftsberater der ESG ausführlichere Informationen.